Klugheit; List - Wo vertraue ich mir, und wo bin ich mißtrauisch gegen mich selbst?



Fuchs steht für Klugheit, die mit Hinterlist gepaart ist und oft für den falschen Freund oder die listige Schläue, mit der man selbst gern das Ziel seiner Wünsche erreichen möchte, wobei auch sexuelle Neigungen gemeint sein können. Wer einen Fuchs fängt, hat sich und sein Temperament in der Gewalt, und man wird ihm so schnell nichts anhaben. Dem Fuchs werden Intelligenz und Schlauheit zugesprochen, ehemals auch magische Kräfte. In Japan und China galt die goldhaarige Füchsin als heiliges Tier. Durch die rote Farbe seines Felles wurde der Fuchs mit dem Feuer in Verbindung gesetzt. Im christlichen Mittelalter dagegen galten rothaarige Frauen als Hexen, der Fuchs als Hexentier. Im Traum wird diese Doppeldeutigkeit von einerseits heiligem und andererseits Hexentier verkörpert. Der Fuchs steht hier als Bild für die Zweischneidigkeit einer sexuellen Problematik. Man muß das Symbol nach den Begleitumständen individuell deuten, zum Beispiel:



- Fuchs sehen kann vor der Hinterlist und Gefahr anderer warnen, die man vielleicht noch nicht erkannt hat. So ein Traum kann einem darauf Hinweisen, daß man auf der Hut sein sollte.

- Das schlaue Wesen des Fuchses kann genau diesen schlauen Aspekt des eigenen Charakters darstellen. Der Traum kann eine Warnung sein, im Umgang mit anderen offener zu werden, aber auch umsichtiger.

- Ein Fuchs in der eigenen häuslichen Umgebung kann Schwierigkeiten in einer Beziehung anzeigen. Ein Fuchs, den man von weitem sieht, kann auf ein Vertrauensbruch hinweisen.

- Zahmer Fuchs warnt noch mehr vor falschen Freunden, die sich einschmeicheln, um einen zu schaden.

- Begegnet der Träumer zwei oder mehreren Füchsen, sollte er bestimmten Leuten in seiner Umgebung Mißtrauen entgegenbringen.

- Der Fuchs als Überträger der Tollwut kann auch die Angst vor einer Krankheit widerspiegeln.

- Ein Traum von Fuchswelpen soll die Wärme und Gemütlichkeit des Heims darstellen.

- Der Traum von Reitern, die einen Fuchs jagen, kann eine bevorstehende gesellschaftliche Verpflichtung ankündigen oder einen erfreulichen Austausch mit anderen.

- Das Jagen, Fangen oder Töten eines Fuchses im Traum kann Pläne andeuten, diejenigen zu überlisten, die sich gegen einem verschworen haben.

- Fuchs fangen verspricht, daß man eine Hinterlist aufdecken und erfolgreich abwehren wird.

- Fuchs erlegen zeigt an, daß man über einen Gegner trotz dessen Schläue doch triumphieren wird, wenn man sich rechtzeitig gegen ihn wehrt.

- Nach Artemidoros ist man übler Nachrede ausgesetzt, wenn man Meister Reineke im Traum sieht.



Symbol für den sexuellen Willen, auf etwas Jagd zu machen, das zur Vorsicht mahnen sollte;

- sehen: man wird einen Heuchler entlarven; ein Feind oder Rivale im eigenen Bekanntenkreis; man hegt Mißtrauen gegen Freunden;

- einen zahmen sehen: deutet auf einen falschen Freund oder treulose Dienstboten hin;

- laufen sehen: Vorsicht! Jemand will einem überlisten;

- jagen: man wird eine Frau überlisten oder von einer solchen überlistet werden; auch: man läßt sich auf zweifelhafte Spekulationen und riskante Liebschaften ein;

- in den eigenen Hof eindringen sehen: sich vor neidischen Freunden hüten, die einen in Verruf bringen wollen;

- töten: du wirst dich selbständig machen; jedes Vorhaben erfolgreich abschließen können;

- fangen: du wirst einen falschen Freund entlarven; man wird ein geheimes Komplott entdecken;

- Fuchspelz tragen: man wird von jemanden an der Nase herumgeführt werden; zeigt Spott an, der uns nachgerufen werden wird;

- Fuchsschwanz sehen: Ränke werden geschmiedet; warnt vor Schläue und List anderer Menschen.



Siehe auch Tiere